Stress-Entspannung-Anspannung-Moment
Release the Stress: zwischen Anspannung und Entspannung

Ruhe… Ein Moment… Ruhe… Jeder kennt doch den Wunsch nach etwas Entspannung, wenn zu viele Abgabefristen eingehalten werden müssen, jeder etwas von einem möchte und der ganze Stress einem über den Kopf wächst. „Release the Stress“ würde es wohl nach einigen kreativen Marketinglern heißen. Aber eigentlich geht es doch darum, nur einmal kurz die angestaute Last abzulegen, die Füße hochzulegen und den Stress zu vergessen. Erst, wenn man wirklich einmal bewusst durchatmen kann, hat man den Moment verstanden. Erst dann kann man mit seiner vollen Konzentration weiterarbeiten. Vor allem in dieser schnelllebigen Zeit findet sich doch immer ein Problem, das noch nicht tiefgründig genug betrachtet wurde und man verstrickt sich immer tiefer und tiefer. Hat man erst einmal tief genug gegraben und steht vor einem schier unlösbaren Problem, wird die Verzweiflung immer größer; sodass so manch einer nur noch des Werthers Weg als letzte Rettung sieht. Doch wer sich in solch einer Ausweglosigkeit wiederfindet, der hat doch schon längst vergessen, welche Mühen und Strapazen er auf seinem erfolgreichen Weg ertragen hat. Ja die Narben der Psyche sind nur selten zu sehen und doch halten sie den Geist umso stärker zusammen. Wer sich nämlich vor Augen hält, welchen Fortschritt man schon auf dem Weg zu seinen Zielen geschafft hat, kann daraus eine neue Kraft schöpfen, die einen vorantreibt. Nicht ohne Grund kam schon Konfuzius zu dem Schluss „In der Ruhe liegt die Kraft“. Denkt man allerdings an die Kraft des Kriegers, so stellt man fest, dass es zumindest einer körperlichen Anspannung bedarf, damit er im Kampf bestehen kann. Insofern wird doch schnell klar, dass eine Mischung aus Ruhe und Anspannung, Entspannung und Stress die richtige Lösung ist.

Trotz dieser Erkenntnis bleibt dennoch die Frage nach dem „Wie?“. Denn nur wenn man weiß, wie man Zustände der Anspannung und Entspannung erzeugt, kann man sich selbst ausbalancieren. Mit dieser Balance und der Steuerung des Gemüts kann jeder in Zustände der Ruhe versinken und den Stress vergessen. Ganz ohne äußere Stimulanzien, ganz durch sich selbst. Dabei ist die heutige Zeit fortan getrieben durch die Moderne. Schließlich ist das Leben so komplex, wie nie zuvor: Man hat nicht mehr die Wahl zwischen zwei oder drei Café-Sorten, sondern wählt aus einen der 50 verschieden-zubereiteten Kaffe-Kreationen, die man auf Wunsch noch mit drei verschiedenen Toppings bestücken darf. Selbst die Auswahl eines Handys war zu Beginn der Verkäufe eine simple Sache, während man heute vor einem Neukauf einen ungeheuren Recherche-Aufwand betreiben muss, um dann doch bei dem alten Gerät zu bleiben. Doch vielleicht ist es manchmal auch der Gipfel, der erklommen werden muss und all die Strapazen des Aufstiegs belohnt. Im Moment des Sieges ist es nicht die Freude über das gewonnene Preisgeld oder den Titel, vielmehr ist es die Erleichterung nach all den Anstrengungen, die man für diesen Sieg auf sich genommen hat. Dabei ist es ebenso ähnlich wie mit dem Stress und der Entspannung… Erst die Mischung, der Wechsel beider Extreme schafft die Balance, in der beide Positionen ihre Vorteile ausspielen können. Denn nur ein ruhiger Krieger gewinnt auch den Kampf.

Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte gibt es wohl verschiedenste Riten, Beschwörungen und Meditationen, die ungeahnte Kräfte mobilisieren können. Dabei wurden Tiere geopfert, Feste gefeiert oder über Wochen und Monate gefastet und meditiert. All die abgehaltenen Zeremonien sollen doch ihre Wirkung entfalten, indem zum Beispiel das Leben des Tieres dem Tod geopfert wird. Nur dadurch können die Mächte in ein Gleichgewicht gebracht werden. Dennoch muss neben den großen Mächten auch der eigene Körper mit dem Geist in Einklang sein, schließlich mündet auch das größte Genie in einem Wahnsinn. Nachdem Burn-out zur Volkskrankheit erklärt wurde, sollte klar sein, dass Stress in jeglicher Form ungesund ist. Und das trotz der 5 Wellness-Trips im Jahr. Denn der Stress ist angestaute Energie, die aus der Konzentration bei der Arbeit und der Frustration entsteht. Jedes Mal, wenn man seine Arbeitsenergie und Kreativität bündelt, um am Arbeitsplatz Höchstleistungen zu erzielen, staut sich nebenbei immer mehr Stress an. Erst in einer angespannten Situation stellt man dann fest, dass man nicht mehr die Haltung bewahren kann. Manchmal beobachtet man einen Wutausbruch, bei dem eine Person so unglaublich wütet, dass man sich kaum vorstellen mag, welche Energien dahinterstecken. Damit ein Jeder allerdings nicht sofort an die Decke springt, wenn er schräg angeguckt wird, sollte man eben seine Anspannung und Entspannung kontrollieren können. Vielleicht ist es die Erleichterung, die die Last spürbar macht, welche der Stress einem aufbürdet.

Beitragsbild: © Creative Commonlicense by Sasint/pixabay.com

 

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