LEGO-Symbolbild-Existenz-Problem-Leben
Existenz-Problem des kleinen Mannes

Die Existenz eines jeden Einzelnen ist doch meist getrieben durch den Überlebenskampf, der schon mit dem ersten Licht der Sonnenstrahlen das Leben prägt. Ob der Hund dabei auf die gleichen Probleme stößt, wie der Mensch ist eine andere Frage, wobei die gemeine Wespe ihre Probleme wohl noch auf einer ganz anderen Ebene löst. Ebenso bedrohen nicht alle Probleme die Existenz in derselben Art und Weise in der das Leben gefährdet wird. Die Grenze ist höchst individuell. Zum einen ist die Frage, ob die Existenz in einem physischen Sinne angegriffen wird oder der Schaden psychologischer Natur ist. Schließlich zeigt die Haut nicht alle Narben, die das Gegenüber trägt. Aber dennoch sind nicht alle Probleme und Konflikte so existenziell, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Vielmehr weist das Problem auf eine Konfrontation hin, die überwunden werden muss, da das Fortschreiten behindert wird. Das Existenz-Problem ist letztlich nur dadurch gekennzeichnet, dass man einen gewissen Punkt erreicht hat, der eine Grenzüberschreitung darstellt. In dieser Hinsicht wird man dazu gedrängt, eine Entscheidung zu fällen und eben jenen Pfad einzuschlagen, den man sich auferlegt. Auch wenn der ein oder andere sich umherwindet und seine Entscheidung im Nachhinein zu korrigieren versucht, ist die erste Kerbe schon geschlagen. Dennoch kann es manchmal ratsam sein, den Baum nicht sofort zu fällen, sondern ihn aus verschiedenen Winkeln zu formen. Mit jeder prägenden Entscheidung festigt sich somit die eigene Persönlichkeit, die das Leben kennzeichnet. Es ist das Besondere, das dem ganzen die Prägung gibt.

Doch die Entscheidung wird nicht getroffen, während man sich als kleines Kind noch vorstellt, man wäre Astronaut oder Anwalt; die Entscheidung, die die Existenz betrifft, wird im Moment getroffen. Schließlich muss man doch erst einmal den Weg gegangen sein, der es erst ermöglicht, die erste eigene Kanzlei zu eröffnen. Auch wenn der Grundstein für ein solches Lebensziel schon früh in die Wiege gelegt wird, gilt es doch die Anstrengung auf sich zu nehmen, um das Ziel zu erreichen. Die Frage, ob die Veranlagung oder die Arbeit entscheidender ist, bleibt ewig gestellt. Doch sei zumindest bedacht, dass ein bestimmtes Gleichgewicht besteht; und ebendrum ist auch die Veranlagung nicht zu überschätzen. Schon in früher Jugend zeichnen sich oftmals gewisse Entwicklungen ab und Überzeugungen festigen sich. Trotzdem bauen die Entscheidungen aufeinander auf und befinden sich so ständig im Horizont eines Jeden, d. h. man kann per sé nur im Rahmen seiner Möglichkeiten unmittelbar agieren. Aus diesem Grund gilt es, das Durchhaltevermögen besonders zu stärken, wenn man langwierige Ziele verfolgt; und das Leben sollte doch so eines sein. Es ist also erst die Herausforderung, die einen dazu antreibt, seine Hürden zu überwinden. Probleme der Existenz betreffen die Person auf einer so grundlegenden Ebene, dass sich der eigene Charakter herausbildet. Dabei sind es oftmals die schwersten Schicksalsschläge, die die größten Persönlichkeiten hervorbringen.

Da nicht nur das Leben und der Lösungsweg höchst individuell sind, sind es eben auch die Probleme, die die Existenz betreffen. So mag es für den einen die harmlose Rückgabe einer Klausurkorrektur sein, durch die plötzlich sein Wissen und seine Fähigkeiten in Frage gestellt werden. Für den anderen ist es die Kritik am Aussehen und an den ein oder zwei Pfunden zu viel auf den Hüften, die zu einer existenziellen Auseinandersetzung führen. Schließlich bestimmt jeder diese Grenze selbst. Nur derjenige, der sich über sein Aussehen definiert und dem Erscheinungsbild eine gewisse Relevanz zuspricht, kann auch die Probleme eines Magersüchtigen nachvollziehen, der sich immer weiter dazu drängt, noch schlanker und schöner auszusehen. Ebenso können eben vor allem Personen in Bedrängnis kommen, die sich mit Bildung und Wissen identifizieren, wenn sie von anderen auf ihre Fehler hingewiesen oder ins Lächerliche gezogen werden. So wie jeder Einzelne seine Existenz und sein Leben auf dem Planeten Erde fristet, so ist auch jeder Einzelne seines Glückes Schmied. Schmied seiner Existenz und der Probleme, die jene Existenz in Frage stellen. Doch wer denkt, man könnte durch geschickte Manöver sich selbst täuschen, ist einem Trugschluss aufgesessen. Denn wer alle anderen täuscht, kann nur noch sich selbst glauben. Und wer hat zumindest nicht schon einmal an sich selbst gezweifelt? Sieht man sich also mit seinen grundlegendsten Problemen konfrontiert, sollte man nicht fliehen, schließlich kann man vor sich selbst nicht fliehen. Erst die Konfrontation mit sich selbst, verhilft einem zu neuer Stärke. Doch wenn das Problem des Lebens gelöst und die Existenz gesichert ist, schaut man nur kurz auf den Boden und stellt fest, dass das Leben noch viele Hürden aufgestellt hat, die überwunden werden wollen.

Beitragsbild: © Creative Commonlicense by www_slon_pics/pixabay.com

 

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