Dösköppe
Alleine unter Dösköppen

Die Welt steckt seit einiger Zeit in einem ungeheuren Chaos, man weiß nicht mehr, wo man sich sicher fühlen kann, wie sich die Welt entwickelt und ständig tauchen Dösköppe jedweder Art auf. Seien es die Führungspolitiker, in Form von Trump oder Merkel, die die Welt und ihre Entwicklung zu einem großen Teil zu verantworten haben. Aber der gemeine Döskopp begegnet einem auch im Alltag, wodurch einem auch jede Hoffnung auf ein friedvolles Leben verronnen scheint. Allerdings darf ein Jeder nun nicht den Kopf in den Sand stecken, um sich selbst in Sicherheit zu wahren, denn eines steht fest: „Die Dösköppe werden immer wieder an Land gespült.“ Ohnehin wäre es doch schade, um die ganzen Geschenke der Welt, die man sonst nicht entdecken würde. Außerdem ist nicht nur die kognitive Psychologie, welche uns lehrt, dass die Art und Weise, wie wir ein Ereignis aufnehmen, darüber entscheidet, ob wir mit dem richtigen Fuß in den Tag starten oder mit dem Falschen. Natürlich kann einem auch der schönste Tag von einem Vorzeige-Idioten versaut werden, aber so hat man selbst doch die Möglichkeit sich danach ein wenig abzulenken und etwas Aufregendes zu tun. So manch einer flüchtet sich dabei in ein totales Einsiedlertum, denn manchmal können all‘ die Dösköppe einen regelrecht verzweifeln lassen. Doch nach einer ewig scheinenden Durststrecke, wird das Glück wieder hold und man selbst verliert sich in der Schönheit der Welt.

Schon statistisch bedingt zeigt das Prinzip der Normalverteilung die Tatsache auf, dass es weniger kluge und mehr dumme Menschen gibt; wobei die Frage, inwiefern jemand intellektuell-dumm, emotional-dumm oder einfach nur ein Döskopp ist, ungeklärt bleibt. Aus diesem Grund muss man sich wohl schon damit abfinden, dass man das ein oder andere Mal solchen Leuten begegnet und mit ihnen umgehen muss. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass selbst der größte Döskopp auch nur ein Mensch ist und auf genau dieser Ebene gilt der Gleichheitsgrundsatz. Hier hilft es selbst in der nervenraubensten Situation mit seinem Gegenüber menschlich umzugehen und  sich in seine Lage hineinzuversetzen. Immerhin zieht doch jeder mit seinem eigenen Koffer umher, wie es Ted Mosby in „How I met your Mother“ sagte. Und je nachdem, wie das Wesen einen beschaffen hat, bringt man seine Last nach außen zum Tragen oder geht auf andere Art und Weise damit um. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn ein Unbeteiligter manchmal die ganze Last eines Einzelnen zu spüren bekommt. Doch an dieser Stelle geschieht doch das jämmerliche Unrecht, welches einem Jeden widerfahren kann und noch mehr Ärger schürt. Aus diesem Grunde müssen wir nicht nur menschlich sein, sondern auch lernen zu räsonieren – einen Moment der Stille einkehren zu lassen – und das zu überdenken, was wir gerade tun. Wenn das nur ein wenig mehr Leute im gelegentlich mal machen würden, wäre es manchmal doch ein wenig sonniger.

Damit sich jeder an das Glück erinnert, welches das Leben doch eigentlich bedeutet, findet sich doch ein gegebener Moment, der Einkehr. Eine Zeit, in der der Geist einen das Leben hinterfragen und neue Kraft schöpfen lässt, aus den siegreichen Kämpfen, die man schon mit sich ausgerungen hat. Trotz seiner Stärke, hat doch wohl jeder mutigste Krieger eine Krise, die er durchkämpfen muss. Ohne diese, wäre er nicht der Große geworden, der er ist. Dieser dramaturgische Verlauf findet sich tatsächlich nicht nur in der antiken Dramentheorie, sondern findet seine Parallele im Leben eines jeden einzelnen Individuums. Schließlich findet jedes erfolgreiche Leben sich emporgehoben nach einer Krise wieder, in der sich der Charakter festigt und ausprägt. Wie so mancher diese Phase des Lebens durchschreitet mag man sich nicht ausmalen, doch irgendwie findet jeder seinen Weg, den er gegangen ist. Der eine bestreitet seinen Weg allein, während ein anderer einen Partner an seiner Seite hat. Doch eines bleibt ihnen allen gleich, jeder ist doch in seinem einzelnen Wesen auf einen Gleichgesinnten bedacht, mit der zumindest in irgendeiner Form eine Art der Kommunikation herrscht. Mit diesen Menschen findet man nun auch seine Freude und Freunde unter denen, die zuvor noch die blöden Dösköppe waren. So zeigt sich, dass man mit den gleichen Leuten, auf verschiedenen Ebenen sich interessiert wiederfindet. Vielleicht ist man ja auch selber manchmal ein Döskopp?

Beitragsbild: © Creative Commonlicense by geralt/pixabay.de

 

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